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Das Projekt SIMON

Smarter Gewässerschutz inspiriert durch
4-dimensionales Unterwasser‑Monitoring


Im Forschungsprojekt SIMON wird ein autonomes Unterwasserfahrzeug (AUV) entwickelt, das Umweltparameter hochauflösend erfassen und Leckagen erkennen soll. Ziel ist ein effizientes, automatisiertes Hafenmonitoring zum Schutz sensibler aquatischer Lebensräume. 

Umwelt Hamburger Hafen

Unsere Motivation

Der Hamburger Hafen ist ein komplexer Lebensraum, in dem wirtschaftliche Nutzung und ökologische Anforderungen aufeinandertreffen. Viele Umweltparameter werden bisher nur punktuell erfasst, sodass Veränderungen wie Sauerstoffmangel oder Schadstoffeinträge oft spät erkannt werden. SIMON setzt hier an und entwickelt ein autonomes Unterwasserfahrzeug, das ein präzises 4D‑Monitoring ermöglichen und ökologische Veränderungen im Hafen schnell und zuverlässig sichtbar machen soll.

Unsere Ziele

1. Vollautomatisiertes 4D‑Gewässermonitoring

SIMON möchte eine bisher unerreichte Datenqualität schaffen, indem das AUV effizient Umweltparameter wie Sauerstoff, Chlorophyll, Temperatur, pH‑Wert, Leitfähigkeit, Trübung und Kohlenwasserstoffe erfasst. Die Daten werden über Raum und Zeit hinweg gesammelt – ein echter Gewinn im maritimen Monitoring. Die Testkampagnen finden in realen Einsätzen im Hafen statt, von Flachwasserzonen bis hin zu stärker frequentierten Schifffahrtsbereichen. So wird frühzeitig sichergestellt, dass das System praxisnah, sicher und einsatzfähig ist.


2. Entwicklung eines präzisen und stabilen AUV‑Systems

Hafenbedingungen stellen extreme Anforderungen: starke Strömung, hohe Trübung und großes Verkehrsaufkommen. Ziel ist es, das AUV so zu entwickeln, dass es unter diesen Bedingungen sicher navigieren, seine Position stabil halten und verlässliche Messungen durchführen kann, unabhängig von Sichtverhältnissen oder GPS.


3. KI‑gestützte Erkennung von Umweltanomalien

Ein weiterer Kernpunkt ist die Integration von intelligenten Algorithmen. Sie sollen Auffälligkeiten in Messwerten erkennen, zwischen verschiedenen Fluoreszenzsignalen unterscheiden (z. B. Chlorophyll, Rohöle, raffinierte Öle), eigenständig potenziellen Leckage-Quellen folgen und kritische Bereiche automatisch kartieren.

4. Kosteneffizienz & Entlastung von Personalressourcen
Durch den hohen Automatisierungsgrad soll SIMON Messkosten deutlich reduzieren und die Umweltüberwachung von der Verfügbarkeit von Personal entkoppeln. Besonders wertvoll ist dies für regelmäßige Kontrollen, kurzfristige Ereignisse wie Havarien oder schwer zugängliche Gewässerbereiche.

Förderung

Das Forschungsprojekt SIMON wird für zwei Jahre im Rahmen des Förderprogramms Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Robotik gefördert. Mit unseren Entwicklungen stärken wir robotische Systeme als Schlüsseltechnologie für eine resiliente, klima- und umweltfreundliche Wirtschaft und leisten einen direkten Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen.

Projektlaufzeit: 01.11.2025 - 31.10.2027

Gefördert durch BMFTR
Forchung für Nachhaltigkeit
Digital Green Tech Robotik